Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e.V. - Wildtiernah Berlin

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V. ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in Berlin und besteht in seiner heutigen Form seit 1992. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Die Forschung ist in sechs wissenschaftliche Abteilungen gegliedert, die sich mit zentralen Fragen der Wildtierbiologie, Gesundheit, Genetik, Reproduktion und Ökologie befassen. Ziel des Instituts ist es, wissenschaftliche Grundlagen für einen wirksamen Artenschutz zu schaffen und das Verständnis für die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im globalen Wandel zu vertiefen. Ein aktuelles von der SenMKVU gefördertes Projekt ist „Wildtiernah Berlin – Aufbau und Umsetzung eines Wildtiernetzwerks für Berlin“. Das Projekt stärkt den Umgang mit Wildtieren in der Hauptstadtregion und verfolgt das Ziel, Artenschutz, Wildtiermanagement und das Wohlergehen wildlebender Tiere im urbanen Raum zu verbessern. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Mensch-Wildtier-Konflikten und Wildtieren in Notsituationen, bei gleichzeitig fehlenden einheitlichen Zuständigkeiten und Qualitätsstandards. Diese Lücke schließt Wildtiernah Berlin durch die Vernetzung relevanter Akteur:innen aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Ehrenamt – darunter wissenschaftliche Einrichtungen, Naturschutzverbände, Behörden, Tierheime und ehrenamtliche Auffangstationen. Zentrale Aufgaben sind der Aufbau eines berlinweiten Wildtiernetzwerks, die koordinierte tierärztliche Betreuung, Beratung bei Wildtierkonflikten, Wissenstransfer sowie die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Standards für Pflege, Behandlung und Wiederauswilderung. Langfristig soll Berlin damit zu einem Modellprojekt für modernes, wissenschaftsbasiertes Wildtiermanagement in Deutschland werden.

Aufgaben für den Öko-BFD:

ÖBFD-Leistende unterstützen das Projekt Wildtiernah Berlin bei der praktischen Umsetzung eines berlinweiten Wildtiernetzwerks. Dies beinhaltet im Wesentlichen die Unterstützung bei der ganzjährigen telefonischen, schriftlichen (E-Mail) und teilweise Vor-Ort-Beratung zu Wildtieren in Notsituationen und bei Mensch-Wildtier-Konflikten, einschließlich der Dokumentation und Erfassung von Fällen, der Koordination tierärztlicher Einsätze in begründeten Situationen sowie der Weiterleitung von Anfragen an geeignete Anlaufstellen, jeweils nach vorgegebenen Kriterien und in Begleitung.

Unterstützende Tätigkeit im durchgehenden Schichtdienst, einschließlich Abend- und Wochenendschichten. Die Tätigkeit erfolgt flexibel im Homeoffice (mit bereitgestelltem Laptop und Diensthandy) sowie vor Ort am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Darüber hinaus wirken ÖBFD-Leistende beim Aufbau, der Pflege und Weiterentwicklung des Netzwerks mit, unterstützen die Organisation von Netzwerktreffen und Stakeholderdialogen und helfen bei der Durchführung von Schulungen und Fortbildungen für unterschiedliche Zielgruppen.

Besonderheiten:

Die Tätigkeit erfordert sehr gute kommunikative Fähigkeiten sowie Freude an Beratungstätigkeit und am Umgang mit unterschiedlichen Anliegen von Bürger:innen. Gewünschtes Sprachniveau Deutsch: C1. Aufgrund der telefonischen Beratungstätigkeit und der Notwendigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären sowie in Konflikt- und Notfallsituationen sicher zu kommunizieren, wird ein fortgeschrittenes Deutschniveau vorausgesetzt. Wichtig sind ein sicheres, empathisches Auftreten, die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, sowie ein ruhiger und strukturierter Umgang mit Konflikt- und Notfallsituationen. Eigenverantwortliches Arbeiten, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Flexibilität sind zentrale Voraussetzungen. Da die Tätigkeit im Schichtdienst erfolgt – einschließlich regelmäßiger Abend- und Wochenendschichten – ist die ausdrückliche Bereitschaft zur Wochenendarbeit unbedingt erforderlich. Interesse an Wildtieren und am Artenschutz im urbanen Raum wird vorausgesetzt

Dienst: ÖBFD
Plätze: 2
Unterkunft: keine Unterkunft
Alter: ab 27 Jahre
Ort: Alfred-Kowalke-Straße 17, 10315 Berlin-Bezirk Lichtenberg, Deutschland

Einrichtungen:
Verbände | Wissenschaft, Forschung, Institut, Labor
Tätigkeit:
Im Büro | Naturschutz


Dein Ansprechpartner

Stiftung Naturschutz Berlin (SNB)