06.02.2026    Aktivität FÖF e. V

FÖJ-Fachtagung 2026: Demokratiebildung und Partizipation stärken

Projektauftakt in Berlin-Mitte

Wie lassen sich Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratiebildung im FÖJ noch besser miteinander verknüpfen? Wie werden in den Freiwilligendiensten positive Demokratie- und Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglicht und wie können sie nachhaltig und praxisorientiert weiterentwickelt werden?

Diese und weitere Fragen diskutierten die rund 90 Teilnehmenden auf der FÖJ-Fachtagung 2026 vom 29. bis 30. Januar im Konferenzzentrum KOM27 in Berlin-Mitte. Organisiert wurde sie gemeinsam vom FÖF e. V. und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Die Fachtagung diente der gemeinsamen Bestandsaufnahme und war der Auftakt des vom BMBFSFJ geförderten Projekts „Partizipation und Demokratiebildung im Bundesnetzwerk FÖJ stärken“.

Tag 1: Selbst etwas verändern wollen

Eröffnet wurde die Tagung von Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBFSFJ. Er betonte die Bedeutung der Persönlichkeitsbildung in den Freiwilligendiensten und den Mehrwert für die Gesellschaft. Und berichtete, wie die Freiwilligenarbeit ihn persönlich dazu bewegte „selbst etwas verändern zu wollen“. Brand dankte den Anwesenden, darunter Freiwilligen, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Vertreterinnen und Vertretern im FÖJ, ÖBFD und FSJ, für ihre wichtige Arbeit.

Die anschließende Podiumsdiskussion moderierte Dirk Hennig, Vorstandsvorsitzender des FÖF e. V. Er betonte die von Beginn an politische Ausrichtung des FÖJ. Ben Kraft, Clara Stiebitz, Leyan Joy Jansen und Maximilian Eder teilten ihre persönlichen Herzensthemen, die sie mit ins FÖJ und ihre wichtige Rolle als Bundessprechenden nehmen. Gemeinsam mit Staatssekretär Michael Brand diskutierten sie über aktuelle Sorgen und Ängste junger Menschen.

Am Nachmittag wurde es interaktiv: Dr. Luisa Girnius und Jonas Schmidt von der Freien Universität Berlin ordneten politische Bildung und Demokratiebildung in den Ökologischen Freiwilligendiensten ein. Später sammelten die Teilnehmenden in Kleingruppen u. a. für sie relevante Themenbereiche der Demokratiebildung und Strategien zum Umgang mit antidemokratischen und diskriminierenden Äußerungen in Seminaren.

Tag 2: Demokratie leben und stärken

Honey Deihimi, Abteilungsleiterin Demokratie und Engagement im BMBFSFJ, warb für Zuversicht in das demokratische System Deutschlands, das Angebote wie die Freiwilligendienste stärken.

Im folgenden Workshop stellten Kathleen Schkade, Janice Fuchs Laura Sahm von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung das Reflexions-Tool zur guten Demokratiebildung für junge Menschen vor. Die Teilnehmenden hatten Zeit, in Kleingruppten und Gesprächen über Demokratiebildung im Seminarkontext zu sprechen und zu diskutieren.

Zum Abschluss der Tagung unterstrich Ursula Kopp vom Referat 115 – Freiwilligendienste BMBFSFJ, die besondere Relevanz und Aktualität von Demokratiebildung in den Ökologischen Freiwilligendiensten. Dirk Hennig betonte die Nachhaltigkeit des Projekts, das mit einer Laufzeit von vier Jahren viel Zeit zur Umsetzung bietet und ist sich sicher: „Wir werden mit dem Projekt viel bewegen können.“

 

Fotos: Photothek Media Lab GmbH & Co. KG/Juliane Sonntag und Kira Hofmann